Auch Zucker wirkt sich negativ auf Cholesterinspiegel aus

Zucker wirkt sich negativ auf den Cholesterinspiegel aus

Wenn man von Cholesterin spricht, dann unterscheidet man meist zwei Sorten von Lebensmitteln: Die, die gutes Cholesterin enthalten (z. B. Fisch) und die, die schlechtes Cholesterin enthalten (z. B. ein fettes Steak). Dabei war immer davon die Rede, dass gutes HDL-Cholesterin die Blutfettwerte senken kann, wohingegen das schlechte Cholesterin (LDL-Cholesterin) die Werte steigen lässt. Nun hat man allerdings herausgefunden, dass sich auch Zucker negativ auf den Cholesterinspiegel auswirken kann. Die Hintergründe dazu werden im Folgenden beschrieben.

Die Studie

In den USA hat man knapp über 6000 Menschen über einen Zeitraum von 8 Jahren beobachtet und eingängig untersucht. Das Ergebnis: Die Personen, die am meisten Zucker konsumiert haben, hatten die schlechtesten Werte im Bezug auf das Herz- und Kreislaufsystem. Außerdem hat man den HDL-Cholesterinspiegel bei Zucker-Junkies sowie den Personen untersucht, die nur wenig Zucker in ihrer alltäglichen Ernährung hatten. Die Werte klafften teilweise um bis zu 300% auseinander.

Je mehr Fruchtzucker laut Studie konsumiert wurde, desto schlechter waren auch die Cholesterinwerte. Viel Zucker bedeutet niedrigere Werte beim HDL-Cholesterin, dafür höhere Werte beim LDL-Cholesterin. Zucker kann daher als eine Art Multiplikator angesehen werden.

Zucker und Fett

Die Studie zeigt, dass es einen Zusammenhang zwischen Fett und Zucker gibt. Es ist daher nicht verwunderlich, dass Stoffwechselstörungen wie Diabetes und ein zu hoher Cholesterinspiegel häufig gleichzeitig auftreten.

Beide Krankheiten sind tückisch, da beide keine direkten Symptome zur Folge haben, jedenfalls nicht auf kurze Zeit gesehen. Die Langzeitfolgen sind dafür umso verheerender: Von der Erblindung bis hin zu Schlaganfällen und Herzinfarkten ist alles dabei. Es kommt meist zu Kettenreaktionen: Beispielsweise lösen Zucker und Fett Übergewicht aus, welches wiederum zu einem hohen Blutdruck führen kann. Dieser führt zu einem gestörten Herz-Kreislaufsystem, woraufhin es früher oder später zum Herzinfarkt kommen kann.

Es empfiehlt sich daher, sich stets vernünftig zu ernähren und viel Sport zu treiben. Auch ein Check beim Arzt kann nicht schaden, da dieser überprüfen kann, ob man Gefahr läuft, an Diabetes oder ähnlichen Krankheiten zu erkranken, deren Vorboten bereits in einem schlummern könnten.

Fazit: Zucker und Cholesterin

Man sieht also, dass nicht nur Fett wichtig für die Gesundheit des Cholesterinspiegels ist. Auch Zucker spielt eine große Rolle. Die alltägliche Ernährung kann daher als Orchester angesehen werden, in dem es dutzende Faktoren gibt, die alle eine Rolle zum Gesamtbild spielen.

Mit der richtigen Ernährung den Cholesterinspiegel senken

Schlechte Fette sind vor allem in tierischen Produkten enthalten. Insbesondere fette Wurst kann zur wahren Cholesterinbombe werden. Stattdessen sollte man zu Geflügelwurst oder sonstigen fettarmen Würsten greifen. Diese gelten dann als fettarm, wenn sie unter 20% Fett enthalten.

Auch bei der Butter kann einiges eingespart werden: Greift man beispielsweise zur Margarine, erspart man sich viel Cholesterin, da Margarine auf pflanzlicher Basis produziert wird und daher gar kein Cholesterin enthält – im Gegensatz zur fetten Butter.

Fett ist allerdings nicht gleich Fett: Greift man zu “guten” / gesunden Fetten, wie beispielsweise Omega 3 Fettsäuren, sprich ungesättigten Fettsäuren, tut man seinem Cholesterinspiegel etwas Gutes. Ungesättigte Fettsäuren wirken sich durchaus positiv aus den Pegel aus, obwohl es sich um Fette handelt.

Des Weiteren sollte man darauf achten vermehrt ballaststoffreiche Kost zu sich zu nehmen. Beispielsweise Vollkornbrot statt Weißbrot, vermehrt Nüsse und Leinsamen, Obst und Gemüse. Die Theorie dahinter ist die folgende: Wenn der Körper Gallensäure produziert, dann mobilisiert er Cholesterin, welches dafür nötig wird. Ballaststoffe binden beim Verdauungsvorgang die Gallensäure. Das heißt also: Je mehr Ballaststoffe man konsumiert, desto mehr Gallensäure wird benötigt, desto mehr Cholesterin wird verbaut und anschließend mit den Ballaststoffen ausgeschieden.

Alles in allem verhält es sich mit cholesterinreicher Kost so wie mit allgemeinen Ratschlägen zu einer gesunden und ausgewogenen Ernährung: Kalorienbomben (= oft Cholesterinbomben) meiden, gesättigte Fettsäuren meiden und ansonsten zu ballaststoffreicher Kost und zu Vitaminbomben greifen. Man muss sich gar nicht großartig erkundigen, welches Produkt speziell viel Cholesterin enthält. Man sollte hauptsächlich auf fettige, tierische Produkte verzichten – auf dieser Schiene fährt man definitiv ganz gut, wenn man seinen Cholesterinspiegel senken möchte.

Nebenbei tut man etwas für seine allgemeine Gesundheit, da der Körper auch sonst sehr von einer gesunden Ernährung profitiert. Wer bisher vor allem zu fettiger Wurst gegriffen hat, der wird schon nach kurzer Zeit nach der Ernährungsumstellung sehen, dass es ihm körperlich und psychisch besser geht.